Textsorte glosse Musterlösung


Im Altertum, vor allem im griechischen, war Glosse ein Begriff für ein Fremdwort. Dafür standen auch die Begriffe glossa, glossema bzw. glossematum. Quintilian, ein römischer Rhetoriker, erklärte dies folgendermaßen: „Glossemata, das heißt wenig gebräuchliche Wörter“. Das Wort meint also ein schwieriges Wort und ist später ein Begriff für die Worterklärung selbst. Glossen können sich ebenfalls voneinander unterscheiden. Eine besondere Form der Glosse ist die Lokalglosse. Als Lokalglosse (Lokalspitze, Spitze) werden Glossen bezeichnet, die sich mit lokalen Ereignissen beschäftigen. Ursprünglich stand der Begriff “Glosse” für eine “Randbemerkung” in einem fremden Text. Diese Randglossen verselbständigten sich dann zu einer eigenen Textform. Solche Glossen waren oft an den Rand eines Textes skizziert und erklärten dabei schwierige Wörter.

Mitunter wurden lateinische Begriffe am Rande übersetzt. Dies grenzt die altertümliche Glosse von der Scholie ab, welche eine Erläuterung zu einer sprachlich oder inhaltlich schwierigen Textstelle bezeichnet. Daraus entstanden später die sogenannten Glossare, also Sammlungen komplizierter Wörter. Glosse: W-Fragen; objektiv Kommentar: Ich-Form; persönliche ErfahrungenKolumne: sachlich; kommentierendNachricht: aktuell; kurz; meinungsbildend; mienungstragend Am Ende mündet der Text in eine Pointe oder einen Schlussgag. Eine Glosse ist ein kurzer oft witziger Text, der zum Beispiel in Zeitschriften veröffentlicht wird. Doch woran erkennst du eine Glosse? Hier erfährst du alles Wichtige, was du über die Glosse wissen musst! Welche der folgenden sprachlichen Mittel sind typisch für eine Glosse? Laß, mein Kind, die span’sche Mode! Laß die fremden Triolette! Laß die welsche Klangmethode Der Kanzonen und Sonette! Bleib bei deiner sapph’schen Ode! Bleib der Aftermuse fern Der romatisch süßen Herrn! Duftig schwebeln, luftig tänzeln Nur in Reimchen, Assonänzeln, Nur in Tönen mag sie gern. An dieser Stelle kannst du nachlesen, wie du eine Glosse von anderen Textsorten unterscheiden kannst. Schon die Überschrift signalisiert: Es darf geschmunzelt werden. Häufig sind hier bereits Wortspiele enthalten, z.

B. “Advent, Advent, die Mütze brennt” (Abwandlung von “Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.”) Welche Eigenschaften besitzen die verschiedenen Textsorten? Es gibt einige journalistische Textsorten, die der Glosse ähneln und schwierig davon abzugrenzen sind. Deshalb möchten wir ähnliche Textarten vorstellen und stichpunktartig die wesentlichen Merkmale hervorheben, um eine eindeutige Abgrenzung möglich zu machen. Als die wichtigsten Stilmittel in einer Glosse sind Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen (Hyperbel) zu nennen. Sie werden vom Autor genutzt, um ein Thema übertrieben darzustellen. Daher muss sich der Autor sehr gut ausdrücken können, damit er das Thema nicht ins Lächerliche zieht, obwohl es witzig beschrieben werden soll. Schwierig ist hierbei auch, dass der Autor eine aktuelle Nachricht und seine eigene Meinung zu einem Thema darstellen muss. Allerdings soll eine Glosse nicht nur die Meinung des Autors zeigen, sondern soll auch den Leser dazu anregen, eine eigene Meinung zu dem Thema zu entwickeln. In der Regel handelt es sich bei Glossen um sehr kurze Texte.

Eine Nachricht stellt im Gegensatz zur Glosse Sachverhalte immer objektiv dar. Außerdem werden in einer Nachricht die W-Fragen (Wer?, Wann?, Wo?, Was?, Wie?, Warum?) beantwortet. Auf diese Weise vermittelt sie lediglich Informationen. Die Meinung des Autors oder ein ironischer Schreibstil gehören nicht in eine Nachricht. Weiterhin sind Glossen eine Bezeichnung für eine spanische Gedichtform des 15. – 17.